Kinesiologie bei Erschöpfung: Ein Einblick aus der Praxis
Sophie (Name geändert) kommt zu mir in die kinesiologische Sitzung, weil sie immer wieder Phasen von Kurzatmigkeit, Schwindel und starker Erschöpfung erlebt. Gleichzeitig wünscht sie sich mehr Leichtigkeit und Zuversicht in ihrem Alltag.
Als Einleitung in die Sitzung und in ihren Selbstwahrnehmungs-Prozess, lade ich sie ein, einige Male tief ein- und auszuatmen und ihre Aufmerksamkeit auf ihren Atem und ihren Körper zu richten.
„Was nimmst du wahr?“
Sophie beschreibt ein Kribbeln im Bauch-Bereich und einen Druck oder eine Art von Widerstand im Brust-Bereich. Das Gefühl des Widerstandes entwickelt sich weiter zu einem Gefühl der Trauer. Im weiteren Prozess entsteht vor ihrem inneren Auge das Bild eines eisernen Tores.
„Es ist verschlossen, es gibt kein Durchkommen.“ sind Gedanken dazu, die ihr hochkommen.
Ich leite sie nun dazu an, ihren Fokus auf den Bauch-Bereich zu richten, wo sie zuvor ein Kribbeln wahrgenommen hat. Hier ist ihre Wahrnehmung eine andere, es fühlt sich plötzlich leichter an und Sophie sieht sich selbst tanzen.
Dieses Bild führt uns zu einem Thema, das sich durch die Sitzung zieht: Ihr Wunsch nach Leichtigkeit und gleichzeitig das Gefühl, dafür im Alltag kaum Raum zu haben.
Wenn die eigene Lebensfreude zu kurz kommt
Mit Unterstützung von Muskeltest und Gesprächsführung zeigt sich für Sophie der Potenzialsatz:
„Meine Lebensfreude natürlich leben.“
Gleichzeitig wird ein alter Glaubenssatz sichtbar und spürbar:
„Wenn andere leiden, darf es mir auch nicht gut gehen.“
Sophie erkennt sich darin, insbesondere mit einer aktuellen Situation in ihrem Leben. Sie beschreibt sich eigentlich als lebensfrohen Menschen, fühlt sich durch die belastende berufliche und familiäre Situation ihres Partners aber stark mitverantwortlich. Für ihre eigenen Bedürfnisse und ihre Leichtigkeit bleibt dabei wenig Platz.
Auf meine Frage, wo in dieser Situation Raum für ihre Lebens-Freude ist, sagt sie:
„Ich verstecke mich damit eher, möchte ihn irgendwie nicht belasten.“
In der weiteren Sitzung arbeiten wir mit Akupressur-Punkten, um den Potenzialsatz „Meine Lebensfreude natürlich leben“ in ihrem Energiesystem zu verankern. Zum Abschluss bitte ich Sophie, sich vorzustellen, wie sie tanzt und ihre Freude zulässt, ohne das Gefühl zu haben, jemand anderen damit zu belasten. Ihr Energiesystem geht nun damit in Resonanz, ihr Muskeltest testet stark. Auf die Frage, was sich neu anfühlt, sagt sie:
„Ich fühle mich leicht, beschwingt und gleichzeitig kraftvoll. Wenn ich mir meine Lebens-Freude und Leichtigkeit zugestehe, profitieren auch die Menschen um mich herum davon. Freude ist ja bekanntlich ansteckend.“ Der alte Glaubenssatz ist aktuell nicht mehr in ihrer Wahrnehmung.
Kinesiologie bei Erschöpfung und innerer Belastung
In einer kinesiologischen Sitzung gehen wir den Stressmustern, Glaubenssätzen und Potenzialen auf die Spur, die hinter den Beschwerden bereit sind, ins Bewusstsein zu kommen. Welche Themen sich zeigen und welche Veränderungen jemand erlebt, ist sehr individuell.
Wichtig: Kinesiologie ersetzt keine medizinischen Abklärungen oder Massnahmen.